Die Strength First Ausbildung zum Kraft- und Gesundheitstrainer

Wow, jetzt ist es schon über vier Jahre her, dass ich beim ersten Durchgang der Ausbildung zum Kraft- und Gesundheitstrainer bei Strength First absolviert und bestanden habe. Chris Eikelmeier sagte damals: Diese Ausbildung soll den Markt revolutionieren. Hier geht es nicht um das Zertifikat, sondern um das tiefe Wissen und Verständnis – sowie den intelligenten Praxistransfer.

Damals verstand ich nicht so richtig, was er damit meinte – doch heute dafür umso besser.

Also, was hat mir diese Ausbildung gebracht und wieso sind die in der Einleitung erwähnten Punkte überhaupt relevant?

Der Standard bei Trainerlizenzen

Bei den meisten A- und B- Trainerlizenzen gibt es ein akzeptables Grundlagenwissen. Hier etwas aktueller, dort etwas veraltet… größtenteils korrekt… und am Ende bekommt jeder, der bezahlt hat sein Zertifikat und wird auf die Welt losgelassen. Er hat eine Lizenz und kann es sich auf seine Website oder sein Instagram Profil schreiben. Mit dem Sportstudium verhält es sich recht ähnlich. Um zu bestehen, muss man weder viel kapiert haben, noch besonders tief in der Materie stecken (abgesehen von manchen Masterstudiengängen).

Das daraus resultierende Problem?

Es gibt 1000e Experten. Und zwar offiziell qualifizierte Experten, die aber oft einfach keinen Plan haben. Weder von Training, noch von Ernährung, Erholung, Prävention oder Rehabilitation. Oder die theoretisch Plan haben, aber den Praxistransfer nicht meistern. Fakt.

Deswegen sind Lizenzen zwar schön und gut, um einen mittelmäßigen Trainerjob zu bekommen, aber…

Der große Unterschied:

Sie machen Dich nicht zu einem guten Coach (was einen guten Coach meiner Meinung nach ausmacht habe ich in einem anderen Artikel erläutert). Klar, Du kannst viel davon mitnehmen, Dich selbst fortbilden, üben, anwenden… aber dann bist Du nicht durch Deinen B-Lizenz-Wisch, sondern durch Deine Eigeninitiative wirklich gut geworden.

Warum bringt die Strength First Ausbildung zum Kraft- und Gesundheitstrainer also mehr, nein, etwas ganz anderes?

  1. Weil es hier nicht darum geht, ein Zertifikat zu erkaufen, das jeder haben kann.
    (Übrigens: Das Kraft- und Gesundheitstrainer Zertifikat ist tatsächlich wertvoll, weil es nicht jeder bekommt – viele Coaches, Ärzte und Physiotherapeuten haben beim ersten Durchgang der Ausbildung nicht bestanden.)
  2. Weil das Lernen und tiefe Verständnis im Vordergrund steht. Ja, es gibt Methoden, die man sich abgucken kann. Was aber viel krasser ist: Es entsteht eine Grundlage, auf der man eigene Methoden aufbauen entwickeln kann! Wahre Kompetenz statt Nachplapperei.
  3. Weil der Praxistransfer garantiert ist – durch den Aufbau und die praktischen Übungen.
Fatbar Deadlift – mit einer Technik, die an mein damaliges Hüft Impingement angepasst war, sodass ich trotzdem heben konnte. Fortschritte statt Trainingspause.

Die Strength First Ausbildung ist nicht für jeden geeignet.

Hier geht es nicht nur um Fitness oder Krafttraining. Das ist die Ausbildung, die den Schnittpunkt zwischen Kraft- und Athletiktraining, Orthopädie und Physiotherapie schafft. Entsprechend hoch ist das Niveau.

Was sollte man mitbringen, wenn man die Strength First Ausbildung machen möchte?

  • Ein solides Grundlagenwissen: Sport- oder Medizinstudium, eine (wirklich durchgearbeitete) B-Lizenz, Physiotherapeuten Ausbildung oder vergleichbare Erfahrungen.
  • Lust auf Wissen: Denn hier gibt es viel davon. Hintergrundwissen, Strukturen, Mechanismen. Chris Eikelmeier installiert ein physiologisches Grundverständnis. Du kannst es danach auf Dein System anwenden und absolut geniale Lösungen erschaffen.
  • Den Anspruch, der bestmögliche Coach zu sein. Hier geht es  darum, so gut wie irgendwie möglich zu werden und immer die optimale Lösung für seine Kunden zu finden.
  • Freude am Denken und Verstehen, denn Vieles, was Chris vermittelt, ist outside the box.

Check? Dann kannst Du Dich auf eine geile Zeit mit gleichgesinnten Coaches, Ärzten und Physiotherapeuten freuen, die Dein Netzwerk erweitern und natürlich auf ein Upgrade Deiner Handlungsfähigkeit und Effektivität als Coach, das Dir einen unfairen Vorsprung gegenüber der Kompetenz verschafft. Ich arbeite übrigens bis heute eng mit verschiedenen Leuten zusammen, die ich bei der Ausbildung kennen gelernt habe und auch einige wertvolle Freundschaften sind dort entstanden.

Dann muss ich Dir auch noch den großen Nachteil, den Haken nennen.

Und der ist: Die meisten anderen Aus- und Fortbildungen (ausgenommen einige wenige, spezielle Nischendinger) werden Dir danach oberflächlich vorkommen und Du wirst nicht mehr viel Neues lernen. Denn Dein Fundament ist nach der Strength First Ausbildung lückenlos und dazu hast Du eine Menge interdisziplinäres Spezialwissen, mit dem Du selbst etablierte, große Coaches und Experten alt aussehen lässt.

Auch wird sich Deine Wahrnehmung des Gesundheits Marktes dadurch verändern. Es ist krass, zu sehen, wie viel besser man vielen Leuten helfen kann, aber es teilweise nicht darf.

Was heißt das jetzt?

Nehmen wir mal an, ich hätte mich seit dieser Ausbildung nicht weiter fortgebildet (bzw. auch mit der neuen Wissensgrundlage und Struktur selbst in manche Bereiche eingefuchst): Ich hätte immer noch einen krassen Wissensvorsprung zu 99% der Coaches und Experten dort draußen. Klingt arrogant? Mal schauen, was Du nach der Ausbildung sagst.

Für mich war sie fachlich das ultimative Level-Up, ist im deutschsprachigen Markt einzigartig und alternativlos und war die mit Abstand beste Investition in meine Karriere als Coach.

Übrigens, ich habe sie damals gebucht, als ich Neuseeland war und mein Reisebudget dafür geopfert. Wäre das ein Fehler gewesen, würde dieser Bericht hier ganz anders aussehen ;D

In einem älteren Artikel habe ich noch ein wenig zu den Inhalten der Ausbildung geschrieben. Die kannst Du aber ebensogut auf Chris Website nachlesen, zumal er das Ganze mittlerweile weiterentwickelt und umstrukturiert hat.

Hast Du persönliche Fragen oder irgendetwas ist offen geblieben? Ich unterstütze Chris Mission, mehr gute Trainer (die er auch seine Oma coachen lassen würde, wie er sagt) auf den Markt zu bringen und antworte Dir gerne per Mail: vincent@intelletics.com

Beste Grüße
Vincent

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