Diagnose Knorpelschaden im Knie – was tun?

Die klassischen Symptome beim Knorpelschaden im Knie sind schnell auf den Punkt gebracht: Das Knie tut weh, macht knirschende oder knackende Geräusche, ist teilweise in der Beweglichkeit eingeschränkt und öfter mal geschwollen. Manchmal schießt ein stechender Schmerz bei Belastung des Knies ein. Manchmal ist – ohne erkennbaren Auslöser – ein dumpfer, aber recht permanenter Schmerz vorhanden.

Mir selbst wurde bereits im Alter von 17 Jahren mit einem Knorpelschaden Grad 4 im Knie diagnostiziert – laut Arzt das Ende meiner Sportkarriere. Zum Glück fand ich allerdings Wege, wie ich bis heute, mit 32 Jahren, immer noch Sport treiben und mein Knie stark belasten kann.

Was kannst Du gegen den Knorpelschaden im Knie tun?

Wenn Du Deinen Arzt fragst, wird die Antwort zu 99% lauten: Nicht viel. Aber keine Panik. Es gibt wissenschaftlich fundierte Methoden, die (leider!) in der Schulmedizin noch nicht angekommen sind, obwohl sie extrem wirksam sind. Diese Methoden habe ich sowohl an mir als auch bei vielen meiner Kunden erfolgreich angewandt.

Am Ende dieses Artikels wirst Du einen einfachen Fahrplan haben, wie Du

  • die Knieschmerzen reduzieren kannst.
  • den Knorpelschaden im Knie ohne OP behandeln kannst.
  • weiteren Verschlechterungen vorbeugst und sogar enorme Verbesserungen erzielst.
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Was ist ein Knorpelschaden?

Das kommt auf den Grad des Knorpelschadens im Knie an.

Knorpelerweichung  – Knorpelschaden Knie Grad 1:

Der Knorpel ist weicher geworden. Das reduziert seine Leistungsfähigkeit und sorgt eventuell bereits für kleine Risse unter der Knorpeloberfläche.

Aufgeraute Knorpeloberfläche – Knorpelschaden Knie Grad 2:

In diesem Stadium ist auch die Oberfköche des Knorpels von Rissen betroffen, diese gehen allerdings maximal über die Häfte der Knorpeltiefe.

Knorpeldefekt – Knorpelschaden Knie Grad 3:

Hier sind die Schädigungen deutlich stärker und reichen teilweise bereits bis zum Knochen.

Vollständiger Knorpeldefekt – Knorpelschaden Knie Grad 4:

Der Knochen ist (teilweise) nicht mehr mit Knorpel bedeckt. Hier spricht man auch von einer Knorpelglatze.

Ist ein Knorpelschaden im Knie heilbar?

Das kommt auf Ursache und Schwere des Schadens an. Grundsätzlich ist es in vielen Fällen möglich, durch gezielte Trainingsreize und Nährstoffzufuhr den Knorpel zu heilen.

In meinem Fall (Grad 4) ist eine vollständige Heilung ohne – und selbst mit – Operation nicht möglich. Auch bei starken Knorpelverletzungen durch Traumata (Unfälle, Sportunfälle) helfen konservative Behandlungen oft nicht.

Allerdings ist eine vollständige Heilung – selbst für sportliche Hochbelastung – auch nicht immer zwangsläufig nötig.

Hier ist also klarzustellen: Es gibt Szenarien, in denen operative Verfahren wie eine Knorpeltransplantation oder Mikrofrakturierung angezeigt sind. In den allermeisten Fällen allerdings ist das nicht nötig.

Die spannende Frage ist jetzt also:

Was baut Knorpel wieder auf?

Knorpel besteht aus Kollagen Typ 2. Basis der Behandlung bei einem Knorpelschaden im Knie ohne Operation ist also die Stimulation der Kollagen Typ 2 Synthese im Kniegelenk.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es dafür?

Die Antwort Deines Arztes wird lauten: Knorpeltransplantation. Doch es gibt auch Methoden ohne Operation.

Dafür ist entscheidend, dass Du verstehst, wie Du Deinen Körper dazu bekommst, gezielt Kollagen im Knie zu synthetisieren. Und das ist glücklicherweise in der Praxis sehr einfach.

Das Problem beim Knorpel ist, dass er nicht durchblutet wird. Entsprechend bekommt er – im Vergleich zu Muskeln oder Organen – recht wenige Nährstoffe ab und hat einen sehr langsamen Stoffwechsel. Das ist auch der Grund, aus dem er so unglaublich langsam heilt und sich eigentlich nicht wieder aufbauen kann.

Knorpelschaden im Knie heilen
Ein Knorpelschaden ist oft heilbar.

1. Die Grundlage ist also, dafür zu sorgen, dass der Knorpel mehr Nährstoffe bekommt.

Was kannst Du dafür tun?
Kompression und Dekompression.

Heißt?
Krafttraining.
Wichtig: Gezieltes Krafttraining für das Knie mit guter Technik.
Ein gut ausgebildeter Personal Trainer oder kompetenter Physiotherapeut sind dafür die richtigen Anlaufstellen.
Trainingstipps von Ärzten hingegen sind mit großer Vorsicht zu genießen (nach über 8 Jahren in diesem Sektor habe ich schon abenteuerliche Dinge gehört).

Ein gezieltes Krafttraining sorgt dafür, dass Bindegewebszellen ins Knie kommen, dort die Neubildung von Knorpel anregen und auch die Nährstoffversorgen verbessert wird.

Hier spielt, je nach Beschwerden und Trainingsstand, der richtige Mix aus schwerem Krafttraining (stärkere Kompression/Dekompression), höheren Wiederholungszahlen mit starkem Brennen (metabolische Reize) und auch der Verbesserung der Koordination in der Hüft-Knie-Achse die entscheidende Rolle.

2. Knorpelschaden im Knie: Die richtigen Nährstoffe müssen vorhanden sein

Wenn Du willst, dass Dein Körper Kollagen herstellt, damit dadurch der Knorpelschaden im Knie geheilt wird, sollte auch Kollagen in Deiner Nahrung sein.

Problem in der Praxis: Ist es nicht oder kaum. Und vor allem nicht in den Mengen, die bei einer Knorpelverletzung nötig wären.

Kollagen ist zwar ein Protein, aber kommt nicht im klassischen Nahrungsprotein vor. Du findest es in Knochen, Haut und Bindegewebe von Tieren. Also exakt dem Part, der meist als Abfall gilt.

Wie löst Du dieses Problem?
Wenn Du weder Veganer noch Vegetarier bist, ist es zum Glück einfach: Du ergänzt Kollagen durch ein Supplement.
Wie viel? Mindestens 10 g täglich, besser 15-20 g.

Worauf dabei achten?

  1. Keine unnötigen Zusatzstoffe.
  2. Idealerweise findest Du ein Kollagen, das in Kombination mit den Mikronährstoffen kommt, die für die Herstellung von Knorpel nötig sind: Mangan, Kupfer, Zink, Vitamin C und Kieselsäure.
  3. Nutze bioaktive Kollagenpeptide. Diese steigern die Kollagensynthese noch stärker als Nahrungskollagen es könnte und sorgen damit für die bestmögliche Heilung.

Wichtig: Das ist zwar ein Großteil der Miete, aber Du kannst mit Schritt 3 eine potenziell noch bessere und schnellere Heilung erzielen. Bevor Du jetzt also anfängst, Kollagenpeptide zu googlen, ließ noch zwei Minuten weiter.

Gibt es auch veganes Kollagen?

Nein, da es sich bei Kollagen per se um eine tierische Proteinsequenz handelt. Allerdings ist hier die Aminosäure Glycin eine Alternative.

Warum? Weil Glycin der Engpass für die Kollagen Herstellung ist.
Eine Ergänzung von veganem Glycin ist zwar nicht so optimal wie Kollagen Peptide, aber bringt Dich bei der Heilung Deines Knorpelschadens im Knie bereits ein gewaltiges Stück voran.

3. Die Knorpelbildung noch stärker anregen

Knorpel wird von den Fibroblasten, den Bindegewebszellen gebildet.
Du machst das Training oder die Physiotherapie und Kollagenpeptide hast Du vorher genommen?

Dann kommt jetzt der Booster für Dein Knie: Citrullin.

Was ist Citrullin?
Citrullin ist eine Aminosäure, die dafür sorgt, dass sie Gefäße stärker weiten (gesund) und Bindegewebszellen noch aktiver werden.

Zwar hat Citrullin viele weitere (ausschließlich positive) Effekte, für diesen Artikel sollst Du allerdings mitnehmen:

Du kannst Citrullin hervorragend mit den Kollagenpeptiden kombinieren. Einfach beides (5-10 g Citrullin, 10-20 g Kollagen) in einen Shake oder ein Glas Wasser rühren und Du hast die bestmöglichen Voraussetzungen für eine Heilung des Knorpelschadens im Knie – ohne Operation.

Das verrät Dir kein Arzt.
Und das kann so viel besser funktionieren als jede klassische Therapie.

Welche Kollagenpeptide sind die besten?

Nach meinem aktuellen Stand sind es die Kollagenpeptide von der Marke Götterspeise.

Hier ist das Preis-Leistungs-Verhältnis am besten und die erwähnten Nährstoffe wie Mangan, Kupfer, Zink, Vitamin C und Kieselsäure sind ebenfalls enthalten. Sie enthalten keine Zusatzstoffe und stammen sogar vom Weiderind. Einen vergleichbaren Anbieter konnte ich bisher nicht finden – ansonsten wird dieser Artikel selbstverständlich aktualisiert.

Edubily bietet auch ein hochwertiges Citrullin an – dort kannst Du also beide Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Fazit zu Behandlungsmöglichkeiten des Knorpelschadens im Knie?

In vielen Fällen kann der Knorpelschaden im Knie gut behandelt werden – auch Grad 3 oder Grad 4, so wie es bei mir der Fall war.

Die entscheidenden Faktoren sind hier Kraftaufbau, regelmäßiges Training, das unter professioneller Anleitung erlernt wird und die Zufuhr der richtigen Nährstoffe (Kollagen, idealerweise auch Citrullin).

Das Ganze ist ein langfristig ausgerichtetes Spiel. Stelle Dich einfach darauf ein, dass die gezielte Kräftigung des Knies und das Einnehmen des Kollagens zumindest für einige Jahre zum Teil des Alltags werden. Nach ein paar Wochen ist es eingespielt und möglicherweise wirst Du dadurch belastbarer und gesünder als vorher – so war es zumindest bei mir.

In diesem Sinne: Ein Knorpelschaden im Knie ist nicht schlimm. Man kann etwas tun. Und wenn das hier neu für Dich war und Du das umsetzt, hast Du jetzt sogar Tools an der Hand, die Dich mittelfristig belastbarer machen, denn das Kollagen versorgt ja auch Deine anderen Gelenke, Sehnen, Haut und Bindegewebe und verhindert dadurch vielleicht sogar Verletzungen, die Dich sonst erwischt hätten.

Gute Besserung und schreib mir offene Fragen gern per Mail (vincent@intelletics.com)!
Dein Vincent Braukämper

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Vielen Dank für diesen Artikel zu Knorpelschäden am Knie. Gut zu wissen, dass du mit Krafttraining und Kollagen gute Erfolge erzielt hast. Ich werde das auch versuchen nachdem ich mich mit einem Orthopädietechniker beraten habe. https://sh-binn.de/

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