Außer vielleicht einem Schnaps und ner Kippe gibt es kaum einen schlechteren Start als das, was ich fast täglich um 7 in der Stadt sehe: Gehetzte Menschen, die ein Stück Gebäck essen und und mit einem Kaffee herunterspülen.
Abseits der Tatsache, dass ein unbewusstes Schlingen unterwegs mit essen nicht viel zu tun hat, ist es natürlich absolut in Ordnung, mal ein Teilchen zu genießen oder einen Kaffee zu trinken.
Was diese Kombination allerdings mit Dir macht – vor allem morgens! – ist so brutal und zerstörerisch, dass jeder es wissen muss. Und einen Ausweg, eine entspannte Alternative, finden sollte.
Die Formel ist dabei ganz einfach:
Gebäck + Kaffee = zerstörter Darm & Energielöcher
Wir werden die Thematik um die Fehlentwicklung der Frühstückskultur dabei nicht noch einmal vollständig aufrollen.
Es sei nur so viel gesagt:
Morgens ist der Spiegel des Stresshormons Cortisol recht hoch.
Das gibt Dir Energie zum Aufstehen, in den Tag starten, Fettsäuren und Zucker werden ins Blut abgegeben… also alles super. Cortisol ist ja nicht böse.
Es macht Dich allerdings insulinresistent. Du bist im Power Output Modus (Sympathikus), nicht im „Erholen und Aufbauen“-Modus (Parasympathikus)!
Bedeutet? Zusätzliche Kohlenhydrate landen, wenn Du sie nicht (durch intensive, körperliche Aktivität) verbrauchst, in Deinem Körperfett – und bei Insulinresistenz vor allem im Bauchfett. Auch, wenn diese temporär und damit eigentlich gesund ist.
Dieser Faktor wird durch das besagte Frühstück vervielfacht
Denn: Ein Gebäckstück mag lecker sein, ist aber nährstofftechnisch Müll. Zucker und Gluten, dazu noch ein paar minderwertige Fette. Schlechter geht es kaum. Wenn Du nicht sofort danach intensiv oder sehr lange in Bewegung bist, wirst Du es zügig an den Stellen im Körperfett wiederfinden, wo Du es am wenigsten haben willst. Wenn Du magst, stell Dir das ruhig mal bildlich vor.

Und der Kaffee?
Beim Kaffee werden viele Menschen empfindlich. Wehe man sagt etwas gegen Kaffee.
Der ist gesund!
Ich brauche den!!1!
Ich kann Dich beruhigen. Kaffee Konsum kann zwar richtig nach hinten losgehen und Dich sogar ins Burnout bringen, aber es geht auch vernünftig und der Kaffee ist hier erst einmal nicht das Problem. Ich sagte ja explizit: Es geht um die Kombination.
Was macht der Kaffee denn hier?
Betrachten wir hier erst einmal nur den Faktor Koffein (Kaffee hat weitaus größere Effekte auf den Energiestoffwechsel als die durch Koffein verursachten).
Also arbeiten wir an dieser Stelle kurz auf:
Was macht Koffein?
- Koffein erhöht den Cortisolspiegel. Mehr Stress, höhere temporäre Insulinresistenz.
- Koffein erhöht den Blutzuckerspiegel.
- Koffein erhöht die Freisetzung von Fettsäuren aus dem Körperfett zu freien Fettsäuren ins Blut.
- Es blockiert Adenosin und fördert die Freisetzung von Dopamin und Noradrenalin.
- Es erhöht Blutdruck und Herzfrequenz.
Bedeutet?
Du hast nach dem Aufstehen sowieso schon hohes Cortisol.
Du hast sowieso schon erhöhten Blutzucker und erhöhte, freie Fettsäuren.
Du bist sowieso schon insulinresistent (was morgens absolut okay ist – wenn man intelligent damit arbeitet).
Und jetzt kommt Koffein dazu.
All diese Effekte werden verstärkt.
Und dann noch mehr Zucker und Fett durch ein Gebäck?
Auf ein maximal insulinresistentes System?
Das kann nur diese Folgen haben:
- Deine Stresshormone schießen durch die Decke.
- Dein Blutzucker schießt durch die Decke.
Tolle Kombination. Wenn Du jetzt nicht extremen Sport machst, endet sie darin, dass?
Eine enorm starke Insulinreaktion den Blutzucker reguliert – er wird eingelagert und zwar ins Körperfett. Du fällst in ein Energieloch und bekommst Heißhunger. Isst den nächsten süßen oder Kohlenhydrat-lastigen Snack. Bist aber immer noch insulinresistent – noch mehr Körperfett – und das nächste Loch. Das verstärkt Deinen Stress auch noch.
Diese Spirale zieht sich über den ganzen Tag. Dazu verheizen das geschmacksintensive Essen und auch das Koffein bereits Dein Dopamin und Du wunderst Dich, warum Du auf nichts so richtig Bock oder keine Motivation hast. Wahrscheinlich bist Du schon mittags platt oder hast spätestens nachmittags keine Energie für nichts mehr.
Schade, aber kein Wunder, wenn man den Tag so startet.
Und das waren nur die Kurzzeitfolgen
Abgesehen davon, dass Dir diese Kombination Deinen Energiestoffwechsel und Dein Nervensystem zerstört und Stress für Deinen Körper ist – mit allen unangenehmen Folgen wie schnellerer Alterung, Infektanfälligkeit, Brainfog, Antriebslosigkeit, Abgeschlagenheit, schlechter Laune, … vervielfachen sich diese Effekte noch, wenn Du das ein paar Jahre durchziehst.
Denn: Vor allem Weizen zerstört in vielen Fällen die Darmbarrieren (leaky gut), dadurch entstehen stille Entzündungen, die dauerhaft die Insulinsensitivität ruinieren und Dich schleichend und ohne, dass Du es merkst, krank machen und jegliche Energie rauben.
Und während ein Kaffee am Morgen sicherlich kein großes Thema ist, sieht es bei stärkerem Konsum auch mittelfristig verheerend aus.
Kaffee wird zwar überall gelobt und als gesund angepriesen, aber hat auch seine Schattenseiten. Er kann Deinen Energiestoffwechsel ernsthaft schädigen und Dich sogar ins Burnout bringen. Wie er das macht und welche Auswege es gibt, habe ich hier beschrieben. An dieser Stelle sei nur gesagt: Kaffee hat weitaus mehr Wirkstoffe als nur etwas Koffein.
Fazit
Wer einen Kaffee mit Gebäck frühstückt, sollte wissen, was er da tut.
Es gibt viele, einfache Alternativen, z. B. lecker und gesund zu frühstücken oder morgens durch Intervallfasten und ein paar andere, clevere Schritte den Fettstoffwechsel zu optimieren.
Ein guter Start in den Tag macht es so viel einfacher, ohne Hunger und mit Energie und Lebensqualität einen gesunden Körper, in dem man sich auch wohl fühlt und gerne zeigt, nebenbei zu erreichen.
Ich hoffe, Dich mit diesem Artikel von dem Gesundheits-Killer-Frühstück befreit zu haben, solltest Du betroffen gewesen sein.
Offene Fragen darfst Du gern in die Kommentare (oder bei Insta: intelletics_vincent) schreiben.
Herzliche Grüße
Dein Vincent
