10 Day Drink Ketones Challenge

Meine Erfahrung mit  der Keto Challenge von Prüvit – exogene Ketone im Test

Tag 1

Heute ist ein guter Tag. Ich komme gut aus dem Bett und bin schnell und konzentriert bei der Arbeit. Meine letzte Mahlzeit? Gestern, 20.30.
Gegen 11 bekomme ich dann langsam Hunger – ich faste bereits einige Jahre und bin es gewohnt, erst Mittags und nach einer kleinen Bewegungssession meine erste Mahlzeit zu mir zu nehmen.

Gerade überlege ich, ob ich jetzt schon was esse… da klingelt es. Paket. Cool, ich schaue direkt mal nach – und tatsächlich! Die Ketone sind gekommen. Nice, denke ich. Direkt mal ausprobieren und schauen, ob der Hunger weggeht.

Um ehrlich zu sein: Ich bin ziemlich skeptisch. Es wird viel versprochen und so etwas macht mich IMMER skeptisch. Aber es nicht wenigstens auszuprobieren? Dazu bin ich zu neugierig.

Okay, ich schaue also ins Paket. 20 Bunte Päckchen mit Pulver sind darin. Verschiedenste Geschmacksrichtungen. Schokoladig, fruchtig, … Ich nehme ein random Päckchen, mische es mit Wasser und trinke es. Schmeckt nicht besonders toll oder so, aber ist ok.

Gut, ich habe noch ein paar Dinge zu erledigen und will danach zum Training. Ohne weiter auf die Uhr zu schauen, gehe ich zurück in den Workflow und danach ab ins Gym.

Training

Heute keine harte Session. Ich bin in den letzten Tagen meines Deloads. Was ansteht und wie es lief?

  • 5 Ring Muscle Ups
  • 5 Ring Dips
  • 5 Klimmzüge
  • 3 X 3 Snatch im Komplex
  • 3 X 5 Bulgarian Split Squat (leicht)
  • 4 X 10 Beinbeuger
  • 10 Kettlebell Press
  • 1 Dropset Latzug
  • 4 x 10 Brust Butterfly
  • 4 X 10 Kabelzug Rudern
  • 1 Dropset Bizeps
  • 1 Dropset Bizeps

Also wirklich nichts Spektakuläres oder so. Was aber (für mich) spektakulär war: Der Pump war extrem gut. Ungefähr so als hätte ich vorher Kohlenhydrate geladen. Außerdem war ich nicht ansatzweise müde und – jetzt kommts – hatte um 15.45 Uhr immer noch keinen Hunger! Wtf?

Wie ist das Training mit exogenen KetonenEigentlich wollte ich dann direkt nach dem Training meinen Shake und meine Bananen zu mir nehmen, aber ohne Hunger? Jetzt wurde ich noch neugieriger.

Also. Ich gehe nach Hause, dusche, etc… und um 16.45 denke ich dann: Ok, jetzt isst Du was.

Oft fahre ich nach so einer langen Fastenphase (deutlich über 18 Stunden), dann Training und dann Essen runter – nicht heute.

Mein Energielevel blieb einfach extrem hoch. Ich konnte noch weitere 2 Stunden extrem fokussiert arbeiten und es wäre sicher noch länger gegangen, aber mir war auch irgendwo klar: Ich muss heute nochmal essen, ein Shake und das bisschen Obst reichen einfach niemals.

Also gab es Abendessen und die Abendketone (mit Schokoladen Geschmack übgriens gar nicht mein Fall), einen Spaziergang und danach einen sehr tiefen Schlaf.

Ein spannender Start für diese Sache.

Fazit

Nach Tag 1 kann ich sagen: Ich bin angefixt. So ein Energielevel, so einen mentalen Fokus, so eine Power und dabei keinen Hunger… das habe ich sonst nur, wenn ich einen super krassen Tag habe. Lag es daran, dass ich eine Woche Deload hatte? Dass ich am Vortag gut gegessen hatte? Oder sind es wirklich die Ketone?
Die nächsten Tage werden es uns zeigen,

Tag 2

Ich komme nicht gut aus dem Bett. Okay, ich war gestern von 6-23 Uhr durchgehend auf Achse, habe fast nichts gegessen, trainiert… das holt mich dann vielleicht doch etwas ein.

Egal. Rein mit dem ersten Keto Drink und ab an den Schreibtisch.

Mentaler Fokus? Bisher super. Um 12 bekomme ich einen enormen Bewegungsdrang und muss erstmal eine Runde raus. Mit dem Shake, der Banane, ein paar Nüssen und Datteln ist der aufkommende Hunger danach auch schnell erledigt – und das hält sich auch bis jetzt (15 Uhr). Schauen wir mal, was der Tag noch so bringt…

Zurück zu Hause. 22 Uhr.
Um es kurz und knapp zu halten: Produktive Schreibtischarbeit UND danach noch ein gutes Energielevel als ich bis 21 Uhr Trainings gegeben habe. Besser kanns nicht laufen. Ich bin happy.

Tag 3

Freitag. Wochenende!
Es geht natürlich um 6 Uhr los. Schreibtischarbeit. Ich starte sofort mit den Ketonen. Es gibt ein paar wirklich ätzende Aufgaben: Fleißarbeit, bei der ich viel nachdenken und sehr konzentriert sein muss. Ich arbeite nach Pomodoro: 25 Minuten Blöcke mit 5 Minuten Minipause – mormalerweise.
Heute ist es anders. Ich schaffe 50er Blöcke und habe nach 3 Stunden mein Tagespensum erledigt.
Uff.
In 3 Stunden die Arbeit von 8 Stunden. Und das Krasse: Ich fühle mich nicht erledigt, sonder beflügelt! Crazy. Der Fokus ist EXTREM. Ich arbeite weitere drei Stunden und gehe zum Training.

Heute: PUSH. Relativ schwere Dips. Nüchtern. Denn es kommt einfach kein Hungergefühl auf und Energie ist da.

In weighted Ring Dips bin ich gerade nicht 100%ig drin, aber sie laufen okay. Es ist keine tolle Einheit. Aber sie ist wirklich gut dafür, dass es die erste schwere Push Session ist. Spannend: Auch im letzten Satz werde ich nicht müde oder unkonzentriert. Ich gehe aus der Einheit, ohne danach fix und fertig zu sein. Gefällt mir.

Tag 4

Samstag… und ich stehe wieder um 6 auf?!
Nein, so viel Energie geben mir die exogenen Ketone nicht, aber ich bin wach, ausgeruht und trotz niedriger Raumtemperatur (schlafe bei offenem Fenster) ist mir warm. 

Es geht wieder los mit dem Keto Drink und dann? Zum Fluss.
Ich erwarte einen schönen Sonnenaufgang und es ist eine Session Kaltbaden angesagt – von Eisschwimmen kann noch nicht die Rede sein (15 Grad Wassertemperatur).
Es lässt sich gut aushalten und ich bin einmal 3-4 und einmal 6-7 Minuten im Wasser. Entspannte Sache.

Danach ein kleiner Spaziergang und wieder ab nach Hause.

Da sich das Hungergefühl noch nicht meldet, beschließe ich, einfach zu warten, bis es kommt. Soll die Kaltwassersession ruhig nachbrennen.
Um 15.30 ist es dann soweit. Wieder über 18 Stunden ohne Essen – ohne Probleme.

Es gibt dann meinen Spezialshake, 2 Bananen, Nüsse und Datteln – und der Hunger ist weg.

Erst um 22 Uhr bekomme ich wieder Hunger und esse Fisch mit Reis und Gemüse. 

Bis dahin: Ein sehr entspannter, wacher Zustand. Interessant.

Tag 5

Sonntag. Ich brauchte jetzt definitiv etwas mehr Schlaf und habe bis 8 Uhr geschlafen. Dann der Start mit exogenen Ketonen.

Ich habe einen Termin mit einem Klienten im Gym – ein kurzer Recheck seines Turkish Getup und seiner Weightliftung Skills. um 11.30 bin ich zurück zu Hause, packe meine Sachen und gehe zum Training auf die Wiese – natürlich nüchtern.

Heute: Heavy Pull.

Meine eigenen Workouts sind übrigens momentan sehr minimalistisch und nicht am Optimum für maximale Leistungsentwicklung – auch hier eine sehr knackige Session.

Diesmal bekomme ich schon währenddessen Hunger und nehme den Shake, die Bananen und die Nüsse zu mir.

Danach steht ein kurzer, fokussierter Block Schreibtischarbeit an. Das Energielevel bleibt hoch, die Konzentration ebenfalls. Ich könnte weitermachen, aber es ist der vorerst letzte sonnige Tag – also gehe ich mit Freunden ein Eis essen und mir danach den Sonnenuntergang anschauen.
Das bedeutet im Klartext: Viel Bewegung bei niedriger Intensität (ca. 3 Stunden Spazieren). Zucker. Frische Luft.

Da die Frage immer wieder kommt: Nein, ich ernähre mich nicht ketogen.
Fasten am Tagesanfang: Ja. Also intermittierendes Fasten.
Viel Protein.
Extrem hohe Kohlenhydratmengen? Nein.
Ketogene Ernährung? Nein.

Whatever. Abends habe ich nochmal Lust auf Essen. Es gibt glutenfreies Brot mit Honig und Himbeeren, nen Apfel und einen großen Shake.

Eigentlich will ich schlafen, aber dann fällt mir auf, dass ich noch ein Programming anpassen muss. Sowas passiert mir eigentlich nie. Unter anderem, weil ich weiß, dass ich am Tagesende nicht mehr wirklich geistig fit bin.

Es klappt aber noch erstaunlich gut und auch zügig. Der Fokus hält.

Morgen ist es dann soweit: Den exogenen Ketonen steht ihre HÄRTEPROBE bevor.

Tag 6

Montag.
Ist mein härtester Tag, denn er geht von 5.30 bis 21.30.
Es geht alles los mit einem Termin um 7, einem Meeting danach, gefolgt von einem Training (Fokus heute: Beine und Push vertikal).

Beim Meeting bin ich fast schon zu aktiv. Ich merke, dass ich sehr schnell denke und viel mehr Energie habe als die anderen. Das tut mir etwas leid für sie, denn sowas kann ja anstrengend sein. Aber es war entsprechend produktiv und ich gehe on Fire in diese wirklich ekelafte Session.
Auch sie ist der Effizienz und meiner akkuten Knieverletzung geschuldet.

Kein Vergnügen, aber vor allem beim Press gute Fortschritte. PROGRESS. Läuft.

Ich bin wirklich erschöpft. Wirklich. Ich fahre nach Hause mit der Erwartung, erstmal schlafen zu müssen. Esse was. lege mich 15 min hin und entspanne… und dann geht es schon wieder los.
Setze mich an den Schreibtisch und bin einfach nur verwundert, wie klar ich denke und produktiv ich arbeite.

An diesem Punkt kann ich ein Fazit zu 100% ziehen:

Meine Konzentrationsfähigkeit & geistige Klarheit ist momentan auf einem ganz neuen Level.
Auch wenn ich eigentlich platt bin, kann ich mich noch konzentrieren, bin klar und kann extrem produktiv performen.

Das ist super spannend.
Auch der State ist deutlich energievoller und besser.

Etas Skepsis bleibt, schließlich ist das Produkt nicht ganz günstig, aber ich merke: Wenn das so bleibt, schaffe ich in der derselben Zeit doppelt so viel und habe danach noch mehr Power für andere Dinge?
Von reduziertem Hungergefühl Fettverbrennung und Muskelschutz mal abgesehen (die letzen beiden Punkte müssen wir über längere Zeit testen)?
Das lohnt sich definitiv.

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