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C5-Ketone: Die neue Generation Ketone-Supplemente (K1)

Während exogene Ketone mittlerweile recht bekannt sind, hat von C5-Ketonen bisher fast niemand etwas gehört.

Kein Wunder, denn bisher sind sie auf dem freien Markt nicht verfügbar. Das wird sich 2026 mit dem Erscheinen von K1 Ketones ändern. Deswegen ein genauerer Blick auf diesen besonderen Stoff.

Was sind C5-Ketone?

C5-Ketone sind eine neuartige Form exogener Ketone. Sie unterscheiden sich vom bekannten Beta-Hydroxybutyrat. Sie haben eine längere Halbwertszeit und sind deswegen eine stabilere Energiequelle für Gehirn und Muskeln als herkömmliche Ketonkörper. Dadurch ermöglichen sie eine länger anhaltende Ketose, ergo, sie wirken länger.

Der chemische Unterschied zwischen C5-Ketonen (β-Ketopentanoate, β-Hydroxypentanoate) und BHB-Ketonen (β-Hydroxybutyrat) ist, dass sie fünf statt nur vier Kohlenstoffatome enthalten.

(In der medizinischen Literatur sind sie als 3-Hydroxyvalerat und 3-Ketovalerat bekannt).

C5-Ketone vereinfach in der Strukturformel

C5-Ketone als Nahrungsergänzungsmittel wurden von Dr. Jacob Wilson und Dr. Ryan Lowery patentiert (US11337945B2, WO2024155950A3).

Unterschiede BHB- und C5-Ketone

Die Effekte klassischer r-BHB-Ketone auf Gehirn, Stoffwechsel und Leistungsfähigkeit sind mittlerweile bewährt. Der größte Unterschied der C5-Ketone ist ihre länger anhaltende Wirkung sowie ihre noch effizientere Nutzung im Citrat Zyklus.

Eigenschaft BHB (β-Hydroxybutyrat) C5-Ketone (β-Ketopentanoat, β-Hydroxypentanoat)
Kohlenstoffatome 4 (C4) 5 (C5)
Halbwertszeit im Blut Kürzer (ca. 3-4 Stunden) Länger (bis zu 8 Stunden)
Energiegewinnung* Unterstützen schnelle ATP-Produktion Noch längere und effizientere ATP-Produktion
Verfügbarkeit für Zellen Schnelle Energiequelle für Gehirn, Muskeln und Organe Stabilere und länger anhaltende Energiequelle
Metabolische Effizienz Sehr effizient, aber verbraucht schneller Höhere oxidative Effizienz über längere Zeit
Blutzucker-Stabilisierung Stabilisiert den Blutzucker direkt nach Einnahme Verzögerte, aber langfristigere Wirkung auf die Glukosehomöostase
Möglicher Insulineffekt Keine Insulinausschüttung, senkt Insulinbedarf Potenziell noch geringerer Insulinbedarf durch langsamere Freisetzung
Verstoffwechselung im Citratzyklus Hauptsächlich über Acetyl-CoA → Citratzyklus → ATP Zusätzlicher Weg über Succinyl-CoA, was die ATP-Synthese erweitert → noch mehr Energie
Vorteile für Sportler Verbessert Herzfunktion, Reflexe und mentale Belastbarkeit Vergleichbare Effekte über längere Zeit
Neuroprotektive Wirkung Reduziert oxidativen Stress, versorgt das Gehirn mit Energie Könnte stärkeren neuroprotektiven Effekt haben durch längere Stabilität
Entzündungsregulation Systemisch und effektiv Möglicherweise noch stärker, da länger im System
Aktuelle Forschungslage Umfangreich erforscht Erste Studien, noch begrenzte klinische Daten

Achtung (Disclaimer):
Da es sich um ein recht neues Supplement handelt, sind – ähnlich wie vor einigen Jahren noch bei r-BHB-Ketonen – die klinischen Daten noch sehr limitiert.

Nachteil:
C5-Ketone sind höchstwahrscheinlich für den Energiestoffwechsel nicht so schnell verfügbar wie herkömmlich Keton-Supplemente.

Lösung:
Ideal wäre eine Kombination aus r-BHB und C5-Ketonen, um möglichst hohe Ketoselevel stabil über mehrere Stunden zu erhalten. Der Testsieger für r-BHB Ketone (Prüvit) hat im Februar 2025 auf einem firmeninternen Event angekündigt, genau das umzusetzen und sogar bereits erste Proben der K1-Ketones mit C5-Ketonen herausgegeben.

In diesem Artikel mehr zu den Erfahrungen mit K1. Hervorzuheben ist, dass der Geschmack der C5-Ketone deutlich angenehmer und milder ausfallen soll.


*Exkurs Chemie der Ketone: Warum geben C5-Ketone zusätzliche Energie?

BHB (klassisches C4-Keton) liefert 2 Acetyl-CoA-Moleküle, die direkt in den Citratzyklus eingehen und darüber zur ATP Produktion.

C5-Ketone produzieren bei ihrer Verstoffwechselung ebenfalls 2 Acetyl-CoA-Moleküle und zusätzlich noch Propionyl-CoA. Das wird dann durch eine Reihe von Reaktionen in Succinyl-CoA umgewandelt. Succinyl-CoA ist ein direktes Intermediat des Citratzyklus und kann dort weiterverarbeitet werden.

Einfach gesprochen: Es entsteht (durch das zusätzliche Kohlenstoffatom) eine zusätzliche Energiequelle.


Ausblick und Kritik

C5-Ketone und ihre angekündigte Integration als K1-Ketone sind eine vielversprechende Entwicklung. Doch bei aller Aufregung um die möglicherweise nächste, große Supplement Innovation, darf nicht vergessen werden, dass wir noch nicht abschließend wissenschaftlich gesichert wissen …

  • wie gut sie tatsächlich vom Körper verwertet werden.
  • wie die individuellen Reaktionen sind.
  • wie sich die Effekte bei Langzeitanwendungen unterscheiden.
  • ob es noch unbekannte Nebenwirkungen gibt.

Sollten sie sich bewähren, dürften sie herkömmliche Keto-Supplemente weit in den Schatten stellen und eine überlegene Alternative werden. Sobald das Produkt verfügbar ist, wird es in den großen Ketone Test integriert und Erfahrungen geteilt.

Bis dahin bleibt es spannend.


Update 12.04.2026:
K1 Ketones werden ab Mai  verfügbar sein.
Allerdings sind Mengen von 50, 100 oder 200 Einheiten bereits jetzt erhältlich (dafür Konto erstellen und danach K1 Partnerzugang auswählen).


Hast Du bereits Informationen, die über den Inhalt dieses Artikels hinausgehen?
Sind Dir Fragen gekommen, die noch geklärt werden sollten?

Schreib gern in die Kommentare!

Beste Grüße
Vincent Braukämper

Quellen

Bach AC, Babayan VK. Medium-chain triglycerides: an update. Am J Clin Nutr. 1982 Nov;36(5):950-62. doi: 10.1093/ajcn/36.5.950. PMID: 6814231.

Ahmad A, Kahler SG, Kishnani PS, Artigas-Lopez M, Pappu AS, Steiner R, Millington DS, Van Hove JL. Treatment of pyruvate carboxylase deficiency with high doses of citrate and aspartate. Am J Med Genet. 1999 Dec 3;87(4):331-8. doi: 10.1002/(sici)1096-8628(19991203)87:4<331::aid-ajmg10>3.0.co;2-k. PMID: 10588840.

Marin-Valencia I, Good LB, Ma Q, Malloy CR, Pascual JM. Heptanoate as a neural fuel: energetic and neurotransmitter precursors in normal and glucose transporter I-deficient (G1D) brain. J Cereb Blood Flow Metab. 2013 Feb;33(2):175-82. doi: 10.1038/jcbfm.2012.151. Epub 2012 Oct 17. PMID: 23072752; PMCID: PMC3564188.

Schönfeld P, Wojtczak L. Short- and medium-chain fatty acids in energy metabolism: the cellular perspective. J Lipid Res. 2016 Jun;57(6):943-54. doi: 10.1194/jlr.R067629. Epub 2016 Apr 14. PMID: 27080715; PMCID: PMC4878196.

Vincent Braukämper

Vincent Braukämper

Vincent Braukämper ist Dozent, Autor und Mentor mit Fokus auf angewandte menschliche Entwicklung, Verhalten, Entscheidungsprozesse, Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Er verbindet Erkenntnisse aus Stoffwechselphysiologie, Psychoneuroimmunologie und Verhaltensforschung mit über zehn Jahren praktischer Arbeit im Gesundheits- und Leistungsbereich. Auf Intelletics teilt er wissenschaftlich fundierte, praxiserprobte Ansätze zu metabolischer Gesundheit, Longevity und leistungsrelevantem Verhalten. Autorenprofil

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